Mit Vollgas in den Tod

von Paolo Almeida

Zu viele junge Opfer bei Verkehrsunfällen

Sie sind jung, ungestüm und übershreiten all zu oft die Grenzen. Sind « Pferdestärken » das neue Balsam für’s Ego ? Angesichts der vom Statec vorgelegten Zahlen ist diese Frage berechtigt.

Aus diesen geht hervor dass in 2015 immerhin 22 % der Verkehrsopfer jünger als 25 Jahre jung waren. Gar 19 % der Todesfälle fallen in die Altersklasse der 16 bis 24 jährigen. Zudem belegt die Statistik dass diese Verkehrsteilnehmer für 65 % der Unfälle verantwortlich sind.

Paul Hammelmann von der « Sécurité Routière » sieht hier ein in Europa verbreitetes Phänomen. « Es im besonderen die Jungs die in Unfälle verwickelt sind. Aus diesem Grund haben wir die letzte Aufklärungskampagne auf diese Zielgruppe ausgerichtet. »

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Die Hauptunfallursache ist und bleibt die Geschwindigkeit. Immer noch den Zahlen des Statec folgend ist festzustellen dass 41 % der Verkehrsunfälle zu hohem Tempo geschuldet sind. Nahezu die hälfte Unfälle mit schweren Verletzungen entstehen durch zu schnelles Fahren.

Der Direktor der « Sécurité Routière » will die Automobilindustrie zu mehr Weitsicht aufrufen. « Viele Hersteller preisen die PS-Stärke ihrer Produkte und junge Menschen sind dem sehr zugeneigt. Nicht zuletzt durch Film und Fernsehen, wie beispielsweise die Filmreihe Fast & Furious » sagt Paul Hammelmann.

Da die « Sécurité Routière » der Automobilindustrie keine Vorschriften machen kann, setzt Sie auf Bildung und dies sollte bereits ab der Grundschule möglich sein.

Randnotiz :

Was die Zahlen des Statec nicht hergeben ist das Zusammenspiel von Alkohol und/oder Drogen in Verbindung mit schnellem Fahren. In diesen schnelllebigen Zeiten sind es zudem die Jungs die gerne einen auf « dicke Hose » machen und dem Glauben verfallen scheinen dass sich das weibliche Gechlecht nur mittels « Symbolkraft » beeindrucken lässt.

Zudem haben junge Menschen den Tod kaum vor Augen, besonders wenn sie in Feierlaune sind. Ein besonders aussagekräftiges Beispiel bot der Unfall von Raemerich im Juni. Zwei junge Menschen fanden im Kreisverkehr den Tod, welcher ein 21 Jahre junger Fahrer mit seinem BMW verursachte.

Während Motorradfahranfänger in der PS-Ausbeute begrenzt werden, wird dieses Prinzip für Autos nicht angewendet. Angesichts der hier genannten Fakten aber, sollte sich die Politik dringend mit der Problematik auseinandersetzen. Auch hier sollte das Prinzip der « Gleichstellung » zum Schutz der Betroffenen angewendet werden.

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