Kitagebühren: „Eltern brauchen Verlässlichkeit“

Mitteilung der Stadt Saarbrücken

In der Diskussion um die Festsetzung der Elternbeiträge für Kitaplätze begrüßt die Verwaltung der Landeshauptstadt die Absicht der Stadtratskoalition, im Koalitionsausschuss eine Verständigung zu finden.

In der Frage der Kitagebühren brauchen die Eltern Verlässlichkeit und Klarheit“, erklärte Thomas Brück, Dezernent für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Umwelt. „Seitens der Verwaltung unterstützen wir die Forderung nach niedrigeren Beiträgen oder gar nach Beitragsfreiheit. Diese Forderung ist absolut berechtigt, man muss dann aber auch sagen, wie die Umsetzung finanziert werden soll“, erklärte Thomas Brück.

Wenn eine Mehrheit des Stadtrates der vorgeschlagenen Beitragserhöhung nicht zustimmt, müssen die Fraktionen entscheiden, wie der Einnahmeausfall durch andere strukturelle Einsparungen ausgeglichen wird“, so der Bildungsdezernent weiter.

Thomas Brück verwies auf die besondere Situation der Landeshauptstadt als Haushaltsnotlage-Stadt. Saarbrücken müsse alle zusätzlichen finanziellen Belastungen vermeiden. Um den mit dem Land vereinbarten Sanierungskurs nicht zu verlassen, dürfe die Verwaltung auf rechtlich mögliche Einnahmen nicht verzichten. Den rechtlichen Rahmen für die Elternbeiträge im Kitabereich müsse aber der Landesgesetzgeber ändern.

Verwaltung will hohe Qualitätsstandards in Kitas sichern

Wir haben in einem transparenten Verfahren und mit Zustimmung aller Fraktionen in den vergangenen Jahren sehr viel in die frühkindliche Bildung der Saarbrücker Kinder, die städtische Kitas besuchen, investiert. Wir haben damit in unseren Kitas Standards geschaffen, die saarlandweit als vorbildlich gelten. Ziel kann es nicht sein, diese wichtigen Investitionen in die Bildung der Kinder, aber auch in die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Frage zu stellen“, so Thomas Brück weiter.

Aktuell seien insgesamt 402 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kitas beschäftigt, der größte Teil davon als qualifizierte Erzieherin und Erzieher.

Erst zum August dieses Jahres habe die Verwaltung 45 neue Fachkräfte eingestellt, davon zwanzig als Springer. Mit Zustimmung des Rates seien Fachberater-Stellen geschaffen worden, die für einheitliche Bildungs- und Betreuungskonzepte in den Kitas verantwortlich seien. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen würden in regelmäßigen Fortbildungen geschult.

Alle diese Maßnahmen spiegeln die sehr hohen Qualitätsstandards in den Einrichtungen wider. Gemeinsam mit den vereinbarten Tarifsteigerungen bilden sie die Grundlage für unsere Kostenstrukturen. Diese Standards wollen wir beibehalten. Daher muss in der Frage der Personalkostenfinanzierung eine verlässliche Lösung gefunden werden“, so Brück abschließend.

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